Regionales Wintercamp 2015

Nach einjähriger bundescampbedingter Pause war es endlich wieder soweit: das legendäre regionale Wintercamp stand vor der Tür. Etwa 70 Pfadfinder, Pfadrangers und Leiter aus der ganzen Region BW6 konnten es kaum erwarten endlich wieder hin zu kommen. Selbst die nicht unbedingt vorteilhaften Wettervorhersagen in der Woche vorher konnten das nicht ändern. Alle wollten unbedingt endlich wieder aufs Wintercamp.

Direkt am Forggensee im Allgäu gelegen empfing uns unser Platz mit ca 10 cm Schnee, womit zur unvermeidlichen Gaudi dann eben doch auch die richtige Atmosphäre dazu kam. Jurten und Kohten standen trotz einbrechender Dunkelheit schnell auf dem Platz und die Meute traf sich bald darauf am wärmenden Feuer in der Versammlungsjurte. 2 Festmeter Holz waren für das Wochenende angeliefert worden. Damit ließ sich ein ordentlich wärmendes Feuer machen, so dass bald schon die ersten Jacken abgelegt wurden. Leider dankte natürlich auch der Boden in der Jurte die plötzliche Wärme mit wintercamptypischem Matsch…

Nach einer ersten verhältnismäßig warmen Nacht, einem gemeinsamen Frühstück an der längsten Frühstücktafel an der wir je gesessen hatten, und einer lustigen Morgenrunde mit Bewegungsliedern und einer Andacht von Dennis aus Kirchheim, ging es raus auf Spurensuche in die verschneite Landschaft, denn zum Schrecken des Küchenteams waren zwei Yetis gesichtet worden, die sich mit den Vorräten davon gemacht hatten. Nach etwa einer Stunde Verfolgung waren die Diebe gestellt und das Mittagessen gerettet. Stärkung war nun auch wichtig, denn das Nachmittagsprogramm versprach sportliche Betätigung.

Rodeln stand auf dem Programm. Doch davor begann erstmal eine Odyssee, denn an der Bergbahn angekommen erfuhren wir, dass die von uns ausgeguckte Rodelbahn mangels Schnee geschlossen war. Kurzfristig entschieden wir uns für eine andere Bergbahn mit einer kürzeren Rodelstrecke um nicht ganz auf eine lange Abfahrt verzichten zu müssen. Die meisten Teilnehmer waren noch nie zuvor auf einer solch langen Bahn unterwegs und so war es für viele natürlich eine ganz besondere Gaudi 20 Minuten am Stück nur bergab zu fahren und nicht zwischendurch immer wieder den Berg hoch laufen zu müssen.

Auf dem Campplatz vergnügten sich einige Rangers derweil damit, in der mitgebrachten Zinkbadewanne heiß zu baden. Ein Kannibalenbad mit Feuer unter der Wanne wie es in der Vergangenheit Brauch war, war es zwar nicht – wir wollten kein Feuer direkt auf dem Platz machen – aber für den einen oder anderen war es trotzdem eine Herausforderung sich bei Temperaturen um den Nullpunkt nur mit Badeklamotten bekleidet an der frischen Luft zu baden. Spaß hatten dann aber alle, die sich trauten und manch einer wollte aus dem schönen warmen Wasser garnicht mehr raus.

Am Abend traf man sich dann wieder in der Versammlungsjurte am Lagerfeuer. Angesichts der großen Menge an immer noch vorhandenem Brennholz wurde dieses noch größer als das Feuer vom Vortag – bis die Sorge um das Großjurtendach den Heizern Einhalt gebot. Leider überstand das Dach den Abend dann auch nicht ganz unbeschadet. Es zeigt mal mal wieder ganz neue Sternbilder…

In der Nacht fiel dann der heiß ersehnte Schnee. Leider mindestens einen Tag zu spät, so dass wir ihn nicht mehr wirklich genießen konnten. Er sorgte viel mehr für die Problematik, dass wir nicht alle Fahrzeuge zum Abtransport auf den Platz zurück holen konnten. Mindestens ein Fahrzeug musste sogar von einem zur Hilfe gerufenen Bauern mit der Seilwinde den Hang hoch gezogen werden, da es sonst die komplette Kolonne aufgehalten hätte. Aber so gab es eben wenigstens auch auf der Rückfahrt noch ganz unerwartete Gaudi.


„Pictures from our Sectional Winter Camp 2015 at Mangmühle near Roßhaupten (Forggensee).“

From Wintercamp 2015. Posted by Stefan Fani Fischer on 1/26/2015 (149 items)

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