Camporama Nacional El Salvador 2013

In der letzten Märzwoche war es einmal wieder Zeit für eine Auslandsreise. Die Exploradores del Rey aus El Salvador hatten im vergangenen Jahr, als wir uns in den USA anlässlich des 50jährigen Jubiläums getroffen hatten, eingeladen zu ihrem Nationalen Camp 2013 zu kommen und diesem Ruf wurde natürlich Folge geleistet.

Nach zweieinhalb Tagen die dem Tourismus gewidmet waren (man will ja schließlich auch wenigstens ein bißchen was vom Land gesehen haben) ging es in den Nordwesten des Landes auf den höchstgelegenen Zeltplatz meiner langen Rangerkarriere. Casa Cristal liegt auf etwa 1800 Metern Meereshöhe zwischen 3 Vulkanen. Der kleine Kia mit dem wir dorthin unterwegs waren hatte auch gewisse Schwierigkeiten es bis dorthin zu schaffen. Die letzten 200 Meter mußten wir das Gepäck auf ein anderes Fahrzeug umladen, sonst wäre er stecken geblieben.

El Salvador ist ein ziemlich armes Land und daher konnten wir über diese Transportmöglichkeit nicht klagen. Andere Campteilnehmer reisten quer durchs Land auf der Ladefläche eines Pickups stehend an, oder sie saßen hintem im Container eines LKWs. Wer garkeine Transportmöglichkeit hatte, der trampte mitsamt Stammesgepäck bis zu 15 Stunden quer durchs Land! Welch eine Hingabe…

Der erste Tag war geprägt von starkem Wind, der es den Teilnehmern zum Teil quasi unmöglich machte, ihre Zelte aufzustellen. Trotzdem wurden von manchen Stämmen riesige Bauwerke aus dem Boden gestampft, denn es galt ja schließlich Preise zu gewinnen. Und da wurde mit Bambus und Kreativität nicht gespart.

Abends gab es jeweils eine gemeinsame Abendveranstaltung mit viel Musik und Tanz begleitet von einer christlichen Polizeiband. Wir ausländischen Gäste waren nicht schlecht erstaunt, als da plötzlich Polizisten in Uniform (und bewaffnet) auf der Bühne standen. Überhaupt war auf dem Camp ständig Polizei präsent da El Salvador leider kein ganz ungefährliches Land ist. Die Polizisten – auch die die nicht zur Band gehörten – nahmen gerne am Campleben teil, übten Axtwerfen, Schießen mit Pfeil und Bogen oder ließen sich zum Essen einladen.

Am zweiten Abend mußten dann auch die internationalen Gäste auf die Bühne und so kam es dann, daß zwischen 1.500 und 2.000 Rangers, die zum größten Teil kein einziges Wort deutsch können gemeinsam „Hallelu, hallelu, hallelu, halleluja. Preiset den Herrn.“ sangen. Und selbstverständlich gab auch dort jede Gruppe beim „JA“ brüllen ihr Bestes.


„Photos from my trip to El Salvador’s national camp 2013“

From Campamento Nacional El Salvador 2013. Posted by Stefan Fani Fischer on 4/01/2013 (332 items)

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